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Heftige Krawalle in Belfast

In Belfast gab es heftige Ausschreitungen. Mit einem Kamerateam habe ich live von vor Ort für TV und Radio der ARD berichtet.


Für Tagesschau, Tagesthemen, Brisant (ua.) sowie die ARD-Hörfunkwellen und Tagesschau-Social haben wir von den heftigen rassistisch-motivierten Krawalle in der nordirischen Hauptstadt Belfast berichtet.

Der Anruf kam, aIs ich gerade mit dem Kamerateam auf dem Weg zu einem anderen TV-Dreh war. Mareike Aden fragte uns, ob wir uns vorstellen könnten, kurzfristig nach Belfast zu fliegen. Dort hatte es einen brutalen Mordversuch gegeben. Ein Mann aus dem Sudan hatte mit einem Messer einen Weißen auf offener Straße schwer verletzt. Es wurden Krawalle erwartet als Reaktion. Unklar, wie heftig, aber Mareike wollte auf Nummer sicher gehen - und sie sollte Recht behalten.


Zum Glück waren Kameramann Eoin und Tonmann Sam sofort einverstanden. Und schon ging es zum Flughafen. Dort stieß dann Producerin Cerys M. dazu. Das Team des ARD-Studio London organisierte währenddessen in beeindruckender Geschwindigkeit Flüge, Hotels, eine Fahrer und Sicherheitsmann, sodass wir wenige Stunden später schon durch Belfast fuhren. Wir sahen in diesen Stunden zahlreiche Feuer, Vermummte, eine Stadt im Ausnahmezustand.


In dieser Nacht brannten Häuser ab, in denen Menschen mit Migrationshintergrund lebten oder arbeiteten. Rassistisch motivierte Krawalle. Noch in der Nacht und wieder ab dem nächsten Morgen haben wir dann für die ARD fast durchgehend live berichtet. Für die Tagesschau, die Tagesthemen, für die ARD-Hörfunkwellen, für Tagesschau Insta und Tiktok, für Brisant, für die Aktuelle Stunde und Tagesschau24.


Am Abend eskalierte die Situation dann wieder und wir haben für die Tagesthemen live hinter den Wasserwerfern berichten. Das ging nur durch das großartige Team vor Ort und das großartige Team rund um Mareike Aden im Studio. Mareike produzierte Beiträge am laufenden Band, genau wie Valerie Krall und Dr. Franziska Hoppen. Mit Experten-Einordnungen, sowie unseren Bildern und Tönen von vor Ort. Die Kolleg:innen aus der Produktion rotierten drumherum, um alles möglich zu machen. Morgane Wagner


Nach unzähligen Schalten und sehr wenig Schlaf sind wir wieder gut in London gelandet. Ich bin sehr dankbar für dieses tolle Team, die das alles möglich gemacht haben und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Wirklich beeindruckend, wenn Strukturen einwandfrei funktionieren und mit Weitsicht und Schnelligkeit reagiert wird. Danke!


Dem Opfer des brutalen Angriffs geht es laut offiziellen Angaben besser, er liegt aber noch immer im Koma.

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